Rheinkilometer 464

Ein Weblog von Simone Frank

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Kalkulation Biebesheim

07.09.2019 / 12 Kommentare

Es gibt Gewinner, aber leider auch sehr viele Verlierer in dieser neuen Gebühren-Struktur. Das wurde auch beim Vortrag in Biebesheim so explizit kommuniziert. Das schafft leider großen Unmut in der Bevölkerung, wenn so deutlich wird, dass das vorgegebene Ziel, Gebühren zu halten oder zu senken, nur für einzelne Haushalte gilt, aber nicht für alle.

Dazu kommt die massive Reduzierung der im Pauschalpreis beinhalteten Leerungen von 15 bei der Biotonne. Wäre es nicht ein möglicher Kompromiss, wenn die bezahlte Mindestleerung der Biotonne auf 32 erhöht wird, dann wären die Sommermonate Juni/Juli/August zum Beispiel wöchentlich abgedeckt und den Müllmännern bliebe einiges erspart, wie das

Da die Satzung noch nicht final ist, wäre das doch mal ein Ansatz zum Nachdenken, um Unvorhergesehnem eventuell vorzubeugen.

Kommentare

Ella

7. September 2019 um 8:12 Uhr

Liebe Frau Frank, das ist ein sehr guter Vorschlag, aber ich befürchte, dass dieser nicht von den Verantwortlichen angenommen wird. Wenn man sich diese ganze Vorgehenweise rückblickebnd ansieht, dann stellt man fest, dass man nicht für den Bürger handelte, sondern hoffte, dass der Bürger, wie in der Vergangenheit, den Mund hält. Wie sagte so schön Herr Schell in seiner Einleitungsansprache „Wegen der vielen Diskussionen in der Vergangenheit, mussten wir uns jetzt mit diesem Thema beschäftigen!“ Das Wort „jetzt“ hat eigentlich alles ausgedrückt, was der einzelne Bürger schon vorher wusste.
Leider werden die Verantwortlichen auch dieses Mal, diesen Vorschlag nicht aufgreifen, da sie wahrscheinlich nicht bemerken, dass sie hierdurch eine Chance der Schadensbegrenzung erhalten. Wenn man dieses aufgreifen und umsetzen würde, hätte man sogar den Kritikpunkt: Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge“ minimiert. Aber es liegt ja am jeweiligen Menschen selbst, ob er nur ein Pixel betrachtet und das Gesamtbild ignoriert.

S. Köhler

7. September 2019 um 9:15 Uhr

Das Bild ist wirklich ekelhaft, aber wie der Gernsheimer Bürgermeister Burger schon sagte,
die Vögel picken sich schon die Würmer…
Realitätsfern, abgehoben, Bürgermeister im Ried..
Die Mindestleerungen der Biotonne von 26 ist der „gemeinsame Nenner“ von 35 – 41.
Aber das Stichwort „gemeinsame Nenner“ sei ja in der Präsentation nur in Anführungszeichen gesetzt, wie der Herr Burger in Gernsheim sagte. Kann man also nicht für ernst nehmen?
Ich werde künftig meine gesamte Einkommenssteuererklärung in Anführungszeichen setzen,
bin gespannt was das Finanzamt bei Fehlern sagt. 😉

Die Mindestleerungen von 26 auf 35 anzuheben wäre schon mal ein großer Schritt, aber wer erwartet ernsthaft ein Entgegenkommen der Kommunalpolitiker?
Wer das erwartet, der erwartet auch, dass ein trotziges Kind sich freiwillig abends die Zähne putzt..

Wir alle haben doch bereits in der Vergangenheit erlebt, wie Entscheidungen im Konsens der dort etablierten Parteien durchgepeitscht werden.
Bei Kritik bekommt man anschließend als zahlender Bürger zu höhren, „Das machen wir alles freiwillig und ehrenamtlich!“, „Macht es doch besser!“, „Hier wird immer nur gemotzt!“, „Wir sind doch auch nur Menschen!“.
Ich bin der Meinung, die Kommunalpolitiker sollten sich ein anderes Hobby suchen, wenn ihnen das alles zuviel ist, anstatt mit den Geldern der Bürger zu spielen und diese im Anschluss noch zu denunzieren!

S. Köhler

7. September 2019 um 9:18 Uhr

Machen wir uns nichts vor, diese ganze umfangreiche Marketingkampagne mit den Infoveranstaltungen von Herrn Burger und Herrn Schell wurde nur auf die Beine gestellt, weil man nicht mit diesem massiven Protest rechnete.

Dennoch werden diese sicherlich wiedergewählt, die Menschen vergessen leider zu schnell.

Nadine

7. September 2019 um 10:35 Uhr

Lieber Herr Köhler, mal wieder fällt auf, ohne Ahnung fällt es leichter zu urteilen.. Bei den Versammlungen war genug Zeit um Fragen und Anliegen zu klären, aber sie haben dies nicht genutzt, obwohl sie dort waren. Kritik im Netz zu verbreiten ist leicht und schnell geschrieben, aber dies öffentlich zu vertreten dazu gehört mehr. Und dies testen Sie nicht. Schade.

S. Köhler

7. September 2019 um 10:57 Uhr

Liebe Frau Serr,
leider musste ich die Veranstaltung vorzeitig verlassen, weil ich einen Familienangehörigen in die
Groß-Gerauer Notaufnahme begleiten musste…
Sucht man sich nicht aus. 😉
Das lässt sich auch entsprechend belegen.
Aber ohne Ahnung lässt es sich auch für Sie leicht schreiben.
Ebenso Ihre widersprüchlichen Aussagen zur Befreiung der Biotonne, welches
nun im Anschluss in der Praxis wieder anders gehandhabt wird, wie von Ihnen angegeben.
Auch belegbar.

Fakt ist, dass es den Tatsachen entspricht, dass diese Veranstaltungen erst nach großem Protest auf die Beine gestellt wurden. Vor allem dass das gesamte Konzept und das Business des AWV
mehr als fraglich ist, das bestätigt Ihnen der Großteil der Bevölkerung.

Den Test, wie Sie es beschreiben, werden schneller miterleben wie es für möglich halten werden. 😉

S. Köhler

7. September 2019 um 11:19 Uhr

Fragen und Antworten sind nicht, wie Sie es beschreiben, „geklärt“ worden.
Die beiden Herren Bürgermeister haben relativiert, sind kritischen Fragen gekonnt ausgewichen
oder haben diese ins Lächerliche gezogen.
Herr Burger:
„Im Urlaub müsste man ja keinen Rasen mähen, dadurch fällt hier schon mal keine Abholung an.“,
„Ich habe noch keine Tonne gesehen, die laufen kann.“,
„Die Vögel picken die Würmer.“,
„Das steht ja in Anführungszeichen, das steht nur sinnbildlich.“ (Anm. gemeinsamer Nenner).

Oder man reagierte mit überzogener Wut und Polemik, z. B. auf die Frage, wer denn Bauherr des Verwaltungsgebäude ist und die daraufhin erfolgt, völlig berechtigte, Nachfrage.

Auf Kritik einzelner Redner wurde z. B. überhaupt nicht geantwortet.

Einzelnen Vereinen, wie dem Obst u. Gartenbauverein wurde von Herrn Schell die Gemeinnützigkeit abgesprochen, obwohl dieser z. B. sehr oft von Kindergartengruppen besucht wird.

Herr Schell antwortete z. B. auf den Herren mit dem USB-Stick, er könne gerne nochmal individuell auf manche Berechnung eingehen. Diese Aussage verfolgte auch lediglich den Zweck,
den Wortbeitrag zu begrenzen.
Auf meine Berechnung und folgende Preissteigerung, die ich ihm per E-Mail zusandte, ging er nicht ein redete nur von Anreizen zur Abfallvermeidung usw.
E-Mail Verlauf kann auch gerne vorgezeigt werden.

Und selbst wenn Fragen entsprechend beantwortet werden würden, gäbe es allen Anlass dazu, das „Abfallsystem“ weiterhin zu kritisieren und vor allem kritisieren zu dürfen!
Das Recht können auch Sie, liebe Frau Serr, keinem Bürger absprechen.
Auch Ihre Behauptung, man hätte keine „Ahnung“, zeugt von der herablassenden und verachtenden Art der Behörden gegenüber ihren Bürgern.

Benötigen Sie noch weitere Fakten, Frau Serr?

Nadine

7. September 2019 um 11:35 Uhr

Naja Herr Köhler, nach der Veranstaltung in Biebesheim hatten Sie ja die zweite Chance. Auch die haben Sie nicht genutzt. Ich mag Ihnen jetzt nichts unterstellen, aber als ich nach der Gernsheimer Veranstaltung draußen war, um zu rauchen, waren Sie auch ganz entspannt draußen und haben nicht den Eindruck gemacht, als hätten Sie es eilig. Egal. Wegen der Biotonne hab ich Sie hoffentlich in meiner letzten geschäftlichen Email genug aufgeklärt.
Sie möchten nicht wissen, was ich über Sie bei diversen Stellen, um meine Aussagen rechtssicher zu machen, über Sie gehört habe. Ein privater Tipp von mir, wenn das Wetter schön ist, gehen Sie raus genießen Sie den Tag und Ihr Leben. So wie ich es gestern getan habe, Augen zu, Kopf aus und einfach nur Sonne tanken. Ich persönlich finde es wirklich schade, dass so ein junger, attraktiver Mensch, nichts besseres zu tun hat, als Behörden mit Beschwerden und Einwänden zu beschäftigen. Wir sind alle nach Feierabend Menschen, also leben und leben lassen sollte das Motto sein.

S. Köhler

7. September 2019 um 12:10 Uhr

Frau Serr,
das war in Biebesheim, wo ich früher weg musste.
Die Gernsheimer Veranstaltung habe ich nur vorab besucht um mir ein Bild zu machen.
Hier verdrehen Sie etwas.
Frau Serr, bei der Biotonne findet hier jedoch keine Gleichbehandlung statt.
Sollte Ihre Behörde mit Beschwerden überlastet sein, dann sicherlich nicht nur wegen meiner Beschwerde. Dann ist ihre Personaldecke zu dünn, Budget für mehr Personal sollte ihrer Behörde nun ausreichend zur Verfügung stehen.
Oder man sorgt bereits vorab, dass die Bürger vielleicht keine oder nur wenige Gründe haben, Beschwerden einzureichen.
Anstatt die Missstände zu verstehen, wird kritisiert dass Beschwerden vorliegen.
Wissen Sie, wenn das Wetter toll ist bin ich ebenfalls draußen, jedoch damit beschäftigt meine Biotonne zu füllen, das bringt Garten und Haus so mit sich.
Gerade deswegen darf man auch kritisieren, wenn sich Dinge um dieses Thema so drastisch verteuern. Da ist der Geldbeutel manchmal wichtiger wie die Freizeit, da bringt auch leider kein „Kopf aus“, man muss sich schon mit den Problemen auseinander setzen, anstatt diese auszublenden.

Nadine

7. September 2019 um 14:00 Uhr

Herr Köhler, warum sind die Behörden wohl überlastet? Die Antwort finden sie bei sich. So Anfragen, wie das awv Gebäude sich auf die Gebühren umlegt hätten Sie sich sparen können. Auch sage es nochmal, wir sind Mieter und nicht der Immobilienbesitzer.
Ihren Unmut mit der Biotonne verstehe ich. Wirklich. Da ich in gernsheim wohne zahlen wir jetzt bei gleicher Bereitstellung auch mehr. Aber hier bitte ich Sie, geben Sie dem neuen eine Chance. Ich bin mir auch relativ sicher, dass wir nach der neuen Gebühren Kalkulation reduzieren können. Ich bin persönlich nach wie vor von dem neuen System überzeugt. Sonst würde ich nicht meine Freizeit opfern um diese anderen, auch ihnen, zu vermitteln.
Vielleicht fragen Sie sich, warum ich so verbissen bin. Das erkläre ich auch gerne. Ich will ja nix verheimlichen.
Ich war knapp 10 Jahre disponentin bei Meinhardt. kenne also die Touren und die Missstände. Und genu dies versuchen wir nun zu verbessern. Sollte uns dies nicht gelingen, können sie mich nach den zwei Jahren gerne anprangern.
Verstehen sie bitte dass mein Anliegen ist, etwas besser zu machen und keinem zu schaden. Sie gesagt ich bin ebenfalls betroffen.
Sie wiederum hinterfragen Gründe um die ich mir nie Gedanken machen würde, als privat Person. Auch ihre Google Bewertung finde ich sehr traurig. Ich gebe wirklich alles was ich kann um die Bürger zufrieden zu stellen bzw. Zu informieren. Seit ca. 9 Wochen bin ich im 24 h awv Einsatz um uns auf Facebook usw.oder hier zu rechtfertigen oder zu erklären.

S. Köhler

7. September 2019 um 14:49 Uhr

Also mir ist nicht bekannt, dass ich in meiner Beschwerde die Frage verfasste, wer denn Eigentümer der Immobilie ist. Diese Frage wurde jedoch mündlich im Rahmen der Gernsheimer Veranstaltung gefragt, auch nicht von mir.
Ich finde es außerdem schon erschreckend, dass ich mit meiner einzigen Beschwerde eine ganze Behörde überlaste. Kaum auszumalen, was passiert, wenn ich mal einen Bauantrag stelle oder ähnliches.

Nach meinen Berechnungen ändert sich für die Gernsheimer preislich nicht viel. Für die Biebesheimer jedoch massiv. Papier und Bio war vorher gratis. Nach Aussage der Kommunalaufsicht gilt das, was im Grundbesitzabgabenbescheid steht, dort müssen die Kosten für die Abfallentsorgung detailliert aufgeschlüsselt sein.
In Gernsheim kann man bei der Biotonne eine „Nutzgemeinschaft“ weiterhin bilden, in Biebesheim nicht.
Bei dieser horrenden Preissteigerung muss man keinem System eine Chance geben
und da ist es das Recht des Bürgers, sich hier zur Wehr zu setzen!

Die Geschichte zeigte, wenn man etwas stillschweigend hinnimmt, dann folgt in Kürze das nächste.
Am Ende behauptet man dann noch: „Wieso habt ihr denn damals nichts gesagt, wenn euch das nicht passt?“.
– Dann die Antwort: „Man sollte dem doch erstmal eine Chance geben…“

In zwei Jahren ändert keiner mehr etwas an dem System.
Ich erinnere hier auch an den Solidaritätszuschlag. 😉

Die Gemeinde Biebesheim hat, laut Ihrer Präsentation, im Abfallhaushalt, zu 94% kostendeckend gearbeitet, für eine Behörde ein doch äußerst positives Ergebnis. Ich war sehr überrascht, dass man sich überhaupt traute, diese Zahlen zu veröffentlichen. Der daraus resultierende Fehlbetrag von 6% rechtfertigt keinsesfalls diese massive Preissteigerung.
Der Beitritt zu diesem Verband bleibt also überflüssig, eine kleine Preisanpassung hätte vermutlich auch einen Zweck erfüllt.
Die Stadt Groß-Gerau hat auch Ihre zwei Stadtteile raus geholt und ist nicht als ganzes dem AWV beigetreten, nein, sonderm dem ZAW in Darmstadt.

Liebe Frau Serr, in keinem meiner Schreiben habe ich Sie persönlich kritisiert.
Ich finde es auch sehr löblich, dass Sie sich so einsetzen. Wenn Sie vorher in der Privatwirtschaft gearbeitet haben, dann erklärt das auch Ihren Eifer. Ich bin es nämlich nicht gewohnt, dass ich von einer Behörde, innerhalb von nur 5 Minuten eine Antwort per E-Mail erhalte, i. d. R. wartet man hier bekanntlich mehrere Tage bis zu einer Woche auf Antwort.
Es ist leider, wie auch in der Privatwirtschaft, dass der/die Sachbearbeiter/in den ganzen Ärger abbekommt. Dann liegt es aber am Mitarbeiter, den Protest an den Vorgesetzten weiterzuleiten.
Gehen Sie zum Chef, leiten die Mails weiter und sagen, ich komme bei dem Köhler nicht weiter.
Fertig.
Es steht mir nicht zu Sie anzuprangern, lediglich den Verband als ganzes und die gewählten Vertreter, worauf sich auch meine Bewertung richtet.

NADINE

7. September 2019 um 14:59 Uhr

Oh Herr Köhler, erst mal Danke 🙂 aber zwei Sachen zu Aufklärung, auch Biebesheimer können eine Nutzungsgemeinschaft bilden. Und Die Stadt Groß Gerau geht nicht zum ZAW. Die machen was komplett anderes.. Ich leiter Ihre Mails auch gerne weiter, hätte mir jedoch gewünscht, dass wir das Problem klären können. Aber dem ist leider nicht so. Wenn ich mir die Anmerkung erlauben darf, Sie sind der Erste bei dem ich aufgebe. Wie Sie jetzt drüber denken bleibt IHnen überlassen. Natürlich kann Ihnen ein Bürgermeister besser auf rehctliche Fragen antworten, als ich, aber ich denken in Sachen Umsetzung/Neues System/WAURM wäre ich eigentlich Ihr ANsprechpartner…

S. Köhler

7. September 2019 um 15:42 Uhr

Hmm, naja, das mit der ZAW hatte ich durch ein Telefonat mit der Kommunalaufsicht erfahren.
Dort rechnet man erstmal nicht mit „Fake-News“.

Frau Serr, wir haben im Endeffekt kein Problem, welches wir lösen müssten.
Auch die Beschwerden von anderen, sind Beschwerden, die sich an die Bürgermeister und Gemeindevertreter richten.
Das sind alles Probleme, die die Verantwortlichen lösen müssen, die das ganze auch entschieden haben.

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